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LOVT-CAMP

für Jugendliche mit Down-Syndrom und deren Familien

LOVT-CAMP für Jugendliche mit Down-Syndrom und deren Familien im Berggasthof Stallwies im Martelltal in den Sommerferien 2022.

vom 23. Juli bis 29.Juli 2022
im Gasthof Stallwies – Martell

Am Samstag, den 23. Juli,
fanden sich alle Familien und die Referenten Sabine und Stefan Berndt um 15:00 in Stallwies ein.

Wir stellten uns vor. Jana, die Juniorchefin teilte uns die Zimmer zu im neuen Haus.

Die Jugendlichen waren mit Stefan unterwegs. Frau Berndt begann mit den Elterneinzelgesprächen.

Nach dem Abendessen waren wir noch gemütlich beisammen.

 

Am Sonntag, den 24.Juli,

nach dem Frühstück machten wir uns auf zum Niederhof.

Wir starteten von dort mit Sepp Maschler zur Wanderung auf die Göflaner-Scharte. Sepp lud uns alle in den Wagen seines Lindner Traktors und brachte uns bis zur beeindruckenden Lawinen-Verbauungsmauer.

Dann marschierten wir bergauf bis zum Göflaner- Schartl. Es ging steil hinauf, aber die herrliche Aussicht in den Vinschgau und das wunderschöne Wetter belohnte uns für die Anstrengung.

Zur großen Freude aller blühten da die schönsten Edelweiße.

Am Abend fanden sich die Eltern noch mit Frau Berndt zur Themensammlung zusammen.

Der Montag, 25. Juli,

begann wie jeder Tag mit einem köstlichen Frühstück.

Danach war Morgensport angesagt. Anschließend arbeiteten die Jugendlichen im Interaktionsstübchen am Camp Tagebuch.

Um 14:00 machten wir uns zum Niederwieshof auf und dort wurde bis 17:00 mit viel Fleiß und Freude Teig geknetet und Brot gebacken. Dieses wurde dann mit Kräuterbutter und mit großem Appetit verspeist.

Am Abend war dann der 1.Themenabend für die Eltern. Es ging um die Wichtigkeit der Selbstständigkeit unserer Jugendlichen.

Am Dienstag, 26. Juli,

kam unsere erfahrene Kräuterpädagogin Frau Martha Stieger zu uns nach Stallwies hinauf und bereitete mit uns allen einen Insektenabwehr-Spray und einen Insektenstich- Rollon   aus ätherischen Ölen zu.  Danach sammelte sie mit uns viele verschiedene Wildkräuter in den umliegenden Wiesen und wir bereiteten mit ihrer Hilfe einen köstlichen Wildkräuter- Pesto zu. Diesen ließen wir uns zum Mittag mit Spaghetti schmecken.

Am Nachmittag arbeiteten die Jugendlichen am Camp Tagebuch weiter.

Am Abend war der 2. Themenabend für die Eltern. Frau Berndt zeigte uns, wie wichtig die Eigensteuerung zum selbstständig werden ist.

Am Mittwoch, 27. Juli,

brachen wir um 9:30 auf zur Fahrt ins Schnalstal. Dort suchten wir uns ein schattiges Plätzchen zum Picknicken und Spielen. Um 14:00 begann die dreistündige Führung durch den Ötzi Archeopark.

Wir alle durften Sandsteine bearbeiten u schleifen und uns einen Anhänger daraus machen. Der freundliche Führer Ernst zeigte uns das Knüpfen eines Bastbandes für den Anhänger. Dann zeigte er uns wie Ötzi mit Feuerstein, Zunderschwamm und Heu ein Feuer entfachte. Wir staunten, als es wirklich brannte. Danach ging er mit uns zum Schießstand. Wir bekamen alle der Reihe nach einem Bogen aus Holz und einige Pfeile, wie sie Ötzi verwendet hatte. Wir durften auf Zielscheiben und ausgestopfte Tiere zielen und schießen.

Zum Schluss fuhr uns Ernst eine Runde mit dem Einbaum Boot auf einem flachen Gewässer. Dieser Ausflug war für Jung und Alt ein besonderes und sehr interessantes Erlebnis.

Am Abend war unser Thema: Anstrengungsbereitschaft zum Erlangen der größtmöglichen Selbstständigkeit.

Am Donnerstag, 28. Juli,

fuhren wir nach dem Frühstück ins Hintere Martelltal zum Zufrittstausee und wanderten am Ufer entlang zu einem schönen Grillplatz direkt am See.

Sepp Maschler und seine Frau Marlene brachten uns selbstgemachte Hauswürste und Brotteig mit. Wir machten uns auf die Suche nach einem 1,5 Meter langen und 3-4 cm dicken Ast. Kurt entrindete mit einem Beil das vordere Ende des Astes und wir wickelten dann den Brotteig herum. Sepp hatte inzwischen zwei Feuerstellen mit Steinen errichtet und Feuer gemacht. Auf einem Feuer grillte er die Hauswürste und Zukinischeiben, am anderen Feuerkonnten wir unsere Stockbrote so lange drehen, bis sie gebacken waren. Wir steckten die Wurst ins Stockbrot und ließen es uns schmecken. Danach wanderten wir einen wunderschönen Höhenweg zurück zu den Autos. Frau Berndt führte noch einige Elternngespräche.

Müde, aber glücklich fielen wir alle nach dem Abendessen ins Bett.

Nach dem Morgensport arbeiteten die jungen Leute wieder fleißig an ihren Camp-Tagebüchern weiter und bereiteten heimlich eine Überraschung für uns Eltern vor.

Frau Berndt führte die letzten persönlichen Elterngespräche durch. Am Nachmittag überraschten uns die Jugendlichen dann mit einer Aufführung. Jeder Einzelne trug entweder ein Lied, ein Gedicht oder einen Tanz vor. Wir Eltern staunten, als wir sahen, welche Talente in unseren Jugendlichen stecken.

Nach einer wunderschönen Fotopräsentation der Campwoche, gab Frau Berndt jedem Jugendlichen sein Tagebuch und verabschiedete sich ganz persönlich und sehr herzlich von jedem Einzelnen.

Wir bedankten uns bei den Stallwieser Wirtsleuten für ihre besonders herzliche Gastfreundschaft mit einem selbst gestalteten Plakat.

Es war ein intensives Camp mit viel Programm und vielen Lernsituationen im zwischenmenschlichen Bereich. Alle Eltern und Jugendliche äußerten sich sehr positiv darüber und wünschen sich im nächsten Jahr wieder so ein LOVT-CAMP.

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